Tragschrauber und Gyrocopter Ausbildung in Bayern

Cavalon Gyrocopter

 

Geschichte des Tragschraubers

Ein Tragschrauber, auch Gyrocopter oder Autogyro genannt, ist ein Drehflügler. In seiner Funktionsweise ähnelt er sowohl dem Hubschrauber, als auch einem Sportflugzeug. Er stellt also quasi eine Mischung dieser beiden Luftfahrzeuge dar. In Deutschland sind Gyrocopter seit 2003 für den Luftverkehr zugelassen. Das Fliegen mit Tragschraubern begann jedoch schon mit Leonardo da Vinci im 15. Jahrhundert. Die Weiterentwicklung ließ jedoch bis 1919 auf sich warten, als der Spanier Da Cierva den ersten Autogyro C1 baute. Und auch danach dauerte es wieder 36 Jahre, bis 1955 Dr. Igor Bensen einen weiteren Autogyro in sogenannter Pusher-Konfiguration konstruierte, bei dem sich der Propeller hinter dem Piloten befand.

Funktionsprinzip des Tragschrauber / Gyrocopter

Im Gegensatz zu anderen Drehflüglern wird beim Tragschrauber der Rotor nicht durch ein Triebwerk, sondern durch den Fahrtwind in Drehung versetzt. Dieser Vorgang wird Autorotation genannt. Wie beim Hubschrauber wird auch beim Gyrocopter der Auftrieb durch die Relativbewegung des Rotorblattes gegenüber der umgebenden Luft erzeugt. Der Vortrieb wiederum erfolgt wie beim Starrflügelflugzeug, nämlich meist durch ein Propellertriebwerk oder aber durch Schleppen. Ein großer Pluspunkt des Tragschraubers zeigt sich im Falle eines Motordefektes: Denn er geht dann lediglich in ein leichtes Sinken über und holt sich auf diese Weise selbst die notwendige Rotordrehzahl. Außerdem bleibt er dabei völlig steuerbar und benötigt zum Landen kaum Ausrollstrecke, wenn die richtige Landetechnik angewandt wird.

Gyrocopterflotte vom Flugplatz Bruck

Die Vorteile der Tragschrauber / Gyrocopter

Die heutigen Tragschrauber sind so gebaut, dass ihnen eine Minimalgeschwindigkeit von ca. 35 km/h und Gegenwind in der gleichen Stärke genügt, um Position in der Luft zu halten. Daher sind Tragschrauber / Gyrocopter interessant für Anwendungen, bei denen geringe Geschwindigkeiten erwünscht, aber Senkrechtstarts und Landungen nicht von Bedarf sind. Weitere Vorteile bei Tragschraubern sind außerdem, dass ein Strömungsabriss ausgeschlossen ist, es also zu keinem Überziehen oder Trudeln kommen kann. Und auch das niedrige Gewicht sowie der geringe Platzbedarf im Hangar sind Pluspunkte, die ein Gyrocopter aufweisen kann.

Technische Daten eines Tragschrauber / Gyrocopters

Zwei Gyrocopter beim Ausflug

  • Reisegeschwindigkeit (75%) 140 km/h
  • Höchstgeschwindigkeit Vne 180 km/h
  • Überziehgeschwindigkeit 60 km/h
  • Steiggeschwindigkeit 6 m/s
  • Rotorweite 8,40 m
  • Länge 5,40 m
  • Höhe 2,75
  • Leergewicht ca. 250 kg
  • Max. Abfluggewicht 450 kg
  • Zuladung  ca. 200 kg
  • Tankinhalt 64 L
  • Durchschnittsverbrauch 16 – 20 l/h
  • Startrollstrecke 10 – 40 m
  • Landerollstrecke 5 – 15 m

Das besondere Flugerlebnis im Tragschrauber

Beim Tragschrauber Fliegen haben Passiere einen klaren und entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Luftfahrzeugen: Sie können einen ungehinderten Rundumblick genießen. Nichts und Niemand beeinträchtigt die Sicht während des Fluges, egal in welche Richtung. Diesen Pluspunkt des offenen Tragschraubers wissen vor allem Fotografen zu schätzen, die dies für einzigartige Aufnahmen nutzen. Die unschlagbare Agilität und Wendigkeit eines Tragschraubers begeistern jeden, der einmal mitgeflogen ist.

Damit auch Sie sich dieses atemberaubende Erlebnis nicht entgehen lassen müssen, haben Sie bei uns Möglichkeit, selbst auf dem Pilotensitz Platz zu nehmen und ein Ultraleichtflugzeug oder Tragschrauber, mit Unterstützung unseres Fluglehrers zu fliegen.
Deshalb warten Sie nicht lange und werden Sie Pilot für einen Tag!